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Osteochondrale Läsionen am Sprunggelenk: Aktuelle Therapieoptionen und klinisches Outcome

Osteochondrale Läsionen des Talus (OLCT) kommen relativ häufig vor und betreffen vor allem jüngere, sportlich aktive Patienten.

Die Aetiologie dieser Erkrankung ist nicht immer eindeutig bestimmbar. Eine der häufigsten Ursachen ist jedoch ein Trauma des Sprunggelenkes, welches oft in einer partiellen oder kompletten Abscherfraktur der Taluskante resultiert. Diese abgescherten, osteochondralen Fragmente heilen tendenziell schlecht, da einerseits oft die Verletzung nicht diagnostiziert wurde und entsprechend keine ausreichende, konsequente Ruhigstellung erfolgte und andererseits die Taluskante eine eingeschränkte vaskuläre Versorgung aufweist. In der Folge entsteht eine Art chronische Pseudarthrose, welche im Langzeitverlauf nicht mehr auf eine konservative Behandlung anspricht. Die Morphologie, Grösse und Lokalisation einer OCLT variiert stark und meist ist die genaue Ursache der Schmerzen nicht klar. Zur Diagnostik und Planung eines operativen Eingriffes empfiehlt sich neben dem belasteten konventionellen Röntgen die Durchführung einer Computertomographie oder Magnetresonanztomographie. Mit beiden Untersuchungen ist die genaue Lage, Morphologie und Grössenbestimmung der Läsion möglich. Konservative Therapieversuche können kurzfristig eine Besserung der Symptomatik erreichen, Versagen jedoch meist im Langzeitverlauf. Besteht die Indikation zur operativen Therapie steht hier eine Vielzahl an Techniken zur Verfügung: Mikrobohrung, retrograde Anbohrung, Transfer autologer oder allogener Knochen-Knorpel-Zylinder, autologe Knorpelzelltransplantation (als Suspension oder auf Matrix gezüchtet), juvenile allogene Knorpel-Partikel, matrixgestützte Verfahren, und viele andere. Das Ziel der operativen Therapie ist die Wiederherstellung der geschädigten Talusschulter. Dieser Kurs soll Ihnen einen Überblick über aktuelle operative Therapien geben und eine Unterstützung in der adäquaten Indikationsstellung der jeweiligen Verfahren bieten. Zudem werden die klinischen Ergebnisse der Verfahren erläutert, damit Sie in der Lage sein werden, ihren Patienten eine realistische Perspektive über den möglichen Behandlungserfolg darbieten zu können.

Programm

  1. Definition Osteochondrale Läsion am Sprunggelenk
  2. Ursachen im Überblick
  3. Zystische Form
    • Ursachen
    • Diagnostik
  4. Traumatische osteochondrale Läsion
    • Fallbeispiel Fußballer
    • Klassifikation
  5. Therapieoptionen
    • konservativ vs. operativ
    • operative Zugangswege: offen vs. Arthroskopie
    • Mikrofracturierung vs. OATS vs. Implantat
    • Autologe Knorpelzelltransplantation (ACT)
    • Autologe Osteochondrale Transplantation (AOT)
    • Allograft Transplantation
    • Autologe Matrixinduzierte Chondrogenese (AMIC)
    • Begleittherapie (Umstellung, PRP)
    • Nachbehandlung/Rehabilitation
  6. Journal Club: Therapieoptionen und Erfolgsaussichten im Literaturvergleich
  7. Zusammenfassung

Lernziel

Übersicht der aktuellen Behandlungsstrategien für osteochondrale Läsionen des Sprunggelenks und deren klinisches Ergebnis. Watch the webinar

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